Medienanalyse
Liebe Hörerinnen und Hörer,
wie ihr vielleicht an der Vielzahl von Postern und Anzeigen der hiesigen Radiosender gemerkt habt, läuft derzeit wieder eine Medien-Befragung, bei der per telefonischer Umfrage die Einschaltquoten der Radiosender ermittelt werden.
Schon klar, keiner von euch nimmt gerne an telefonischen Meinungsumfragen teil oder hat überhaupt die Zeit dafür. Diejenigen unter euch, die keinen Festanschluß besitzen, sind sowieso raus, denn nur auf solchen wird angerufen.
Wenn euch doch mal jemand am Festnetz erwischen sollte, legt bitte nicht gleich auf. Fragt lieber, wofür die Umfrage ist, und, sollte es um die Einschaltquoten der Radiosender gehen, nehmt euch die paar Minuten und sagt, welchen Sender ihr hört. Euren Freunden und allen anderen, die Radio jenseits des Mainstreams schätzen, dürft ihr das natürlich weitererzählen.
Es dankt und grüßt
Euer Team von 100,6 FluxFM
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Pracon bei Medienanalyse zu Gast
Der Kronzeuge
Wie in jeder false flag operation auch in Oslo/Utoya ein "Kronzeuge" (in Winnenden band ein "verschonter" Autofahrer Igor Wolf die Tatorte medial zusammen, in 911 war es Olson, der die geschichte der Teppichmesser und damit überhaupt erst die Möglichkeit eines Eindringens ins Cockpit erfand, in Erfurt hatten wir den Lehrer Heise ...)
"Haben Sie dem Schützen ins Gesicht blicken können?
Pracon: Ich habe ihn dreimal gesehen. Er war sehr ruhig, er war entspannt und kontrolliert. Es schien, als kümmerte es ihn gar nicht richtig. Er ging langsam und sah aus wie einer aus einem Film über Nazis. (...) er sah aus, als käme er direkt aus einem Film.""
3x gesehen - und doch keine beschreibung, insbesondere nichts über Ohrstöpsel, Ipod oder Walkie Talkie am Ohr (was andere Zeugen sahen). Genauer weiß er aber über den zweiten Täter Bescheid:
"Die Hinweis auf einen möglichen Komplizen blieben bis zum Samstagabend vage. „Wir haben mehrere übereinstimmende Zeugenaussagen, wonach es einen zweiten Täter geben soll. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das aufzuklären“, sagte Kriposprecher Einar Aas der Online-Ausgabe der Zeitung „Verdens Gang“. Der sozialdemokratische Jugendfunktionär Adrian Pracon, der das Attentat verletzt überlebte, sprach von einem Missverständnis. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa erklärte er, es habe Schüsse vom Seeufer gegeben. Diese seien aber auf den Attentäter abgegeben worden, um ihn zu stoppen."
Pracon argumentiert also gegen die explizite Täterbeschreibung (
, 1,80 groß, norwegisches Aussehen, keine Uniform, Gewehr auf demmRücken) an und erfindet Schüsse vom Ufer aus, die von niemand sonst ins Spiel gebracht worden waren. In den Bereich freier Phntasie gehört auch dieser Satz im selben Artikel:
"Erst dann gelang es der Polizei nach bislang unbestätigten Medienberichten, den Massenmörder mit Tränengas aus der Luft zu überwältigen."
Aus der Luft? Also ohne Hubschrauber? Oder hat das norwegische TV Tränengas verschossen? Jedenfalls haben wir hier einen Doppelbeschuss des Täters vom anderen Ufer und aus der Luft. Der STERN kennt die Quelle: "Polizeikreise"
"Anderthalb Stunden konnte Behring Breivik über die winzige Insel laufen und Jagd auf die Jugendlichen machen, bis ihn die Polizei stoppte. Der Mann habe sich bei seiner Festnahme nicht widersetzt: "Es musste kein Schuss abgegeben werden". Nach unbestätigten Angaben von Antiterror-Spezialisten sei Behring Breivik aus der Luft angegriffen und mit Tränengas betäubt worden. Der TV-Sender NRK berief sich auf "Polizeikreise". Die Spezialeinheit soll am Vortag sofort nach den ersten Meldungen über Schüsse per Hubschrauber zu der 40 Kilometer entfernten Insel Utøya geflogen sein."
Da ist diesen Kreisen wohl irgendwann aufgegangen, dass die "anderhalb Stunden" sich mit dem "Schüsse per Hubschrauber" beißen, die Korrektur mündete in eine gemächliche Autofahrt + kaputtem Bootsmotor.
Unser Kronzeuge wird immer präziser:
"Als ich mit pitschnassen Sachen an Land kletterte, stand der Killer direkt vor mir. Er schoss mir in die Schulter, hielt mir danach die Knarre an die Schläfe. Ich weinte und bettelte, dass er nicht abdrückt."
STERN 1/2011, Seite 47:
"Was nun folgt, ist so schwer zu verstehen wie dieser gesamte Tag. Breivik findet Adrian. Er ist so nah, daß Adrian seine Revolvertrommel sehen kann. Da sagt Adrian zu Breivik: „Du wirst doch keinen Landsmann umbringen.“ Und tatsächlich läßt er von ihm ab – um auf die Flüchtenden im Wasser zu zielen."
Ja das ist schon schwer zu verstehen, wenn die Glock plötzlich mit einer Trommel ausgerüstet wird, wenn ein Pole sich als norwegischer Landsmann ausgibt und wenn das dann auch noch wirkt - aber interessanterweise in Häppchen: die geschichte vom "Landsmann" steht in anderen Artikeln nicht.
Warum sollte eine Pistole über einen Revolver eigentlich nicht auch zum gewehr mutieren?
"„Manche Leute haben so getan, als wären sie tot“, schildert ein 21-Jähriger. Dazu hätten sie sich zwischen die anderen leblosen Körper gelegt. Doch dann sei der Täter gekommen und habe ihnen in den Kopf geschossen. Dabei soll er ein Gewehr verwendet haben."
Und warum eigentlich sollte sich nicht unser allgegenwärtiger Zeuge als tot gestellt haben, obwohl er doch noch gerade eben pitschnaß aus dem wasser geklettert war: ""
"In addition there are also eyewitness accounts of a Polish origin survivor Adrian Pracon, who describes how he played dead among the bodies of his friends and didn’t dare move, even when wounded."
Hauptsache, die Story vom Einzeltäter wird verbreitet, und Hauptsache, es gibt so wie genügend Presefotos von Breivik eben auch einen Allzweckzeugen, der so viel quasselt, dass die anderen Zeugen mit der Sichtung eines zweiten Täters medial an den Rand gestellt werden.
Noch eine
te Zeugenaussage einer weiteren konkreten Zeugin in der WELT über einen zweiten Täter:
"Eine Sechzehnjährige, die anonym bleiben möchte, sagt, dass Anders B. immer geprüft habe, ob sein Opfer auch wirklich tot sei. „Ich sah, wie ein Junge auf dem Rücken lag. Er zitterte und hustete, bis die beiden ihn erschossen, bevor sie gingen.“"
"Then, incredibly, this morning he saw a picture that had been taken from a helicopter. It shows Breivik standing amidst the bodies. Adrian was able to identify himself lying there, pretending to be dead.""
Gavin Hewitt beschreibt seinen Interviewpartner so:
" He is a remarkably strong young man who understands that politics and hate lie behind this attack. I saw others today who ... held each other and frequently broke down in tears - ...r."
Anders gesagt: Adrian heult nicht, sondern ist ganz cool und hat genau im Kopf, was er erzählt.
http://www.medienanalyse-international.de/oslo2011.html
Da hat der Andreas Hauss eine schoene Zusammenstellung publiziert.




